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Behind the Scenes

22. Janauar 2024

Der Vorlauf

Für ein Konzert braucht es eine gewisse Vorlaufzeit, um das Booking zu fixieren, die Kommunikation zu managen, Newsletter zu schreiben, Instagram zu posten, die Bühne zu planen und die Technik abzustimmen.


Dann kommt der Konzerttag. Dieser beginnt meist schon am Vorabend mit dem Einkauf für Catering und Bar. Wir wollen, dass es sowohl für die Künstlerinnen und Künstler als auch für das Publikum angenehm ist. Es ist Tradition, dass die Band nach dem Soundcheck mit uns ein einfaches Abendessen geniesst. Meistens werden Freunde dazu eingeladen. Das ergibt immer eine fröhliche Runde und interessante Gespräche.


Der Konzerttag

Der Konzerttag beginnt mit Schleppen. Technische Geräte wie Mischpult, Kabel, Audio-Recorder, Licht und gefühlt 1000 Steckerli und Grätli müssen zusammengestellt und in Kisten verpackt werden. Im HDF bietet uns das alte Postwägeli wunderbare Dieste, all das Material ins Forum zu buxieren. Dafür nutzen wir den Warenlift, der ohne Beisein der Securitas nicht funktionieren will - Ordnung muss sein. Wir kennen schon alle Personen aus dem Sicherheitsdienst der Rheinmetall und verstehen uns bestens mit ihnen. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle für die netten Menschen der Securitas Rheinmetall.


Technik und Bühne

Jetzt die Tonanlage aufstellen, dann das Bühnenlicht. Wir arbeiten mit kabellosen Leuchten, die über Bluethooth per iPad gesteuert werden können. Aber das ist ein eigenes Kapitel.


Nun stellt sich die Frage, wie viele Stühle benötigt werden. Das ist für uns regelmässig ein Mysterium. Wir können kaum abschätzen, wie viele Leute zu einem Konzert kommen. Meistens planen wir mit 50 Stühlen. Manchmal reicht es, manchmal sind es zu viele und manchmal zu wenige Stühle - was solls...


Catering und Bar

Die Regentin der Bar und des Caterings ist Regula. Sie wuselt schon früh herum und bereitet alles vor, damit nach dem Soundcheck alles für das Abendessen bereit ist. Wie sie es schafft, immer etwas Leckeres zu kochen? Die Infrastruktur ist pragmatisch und funktional. Wie durch ein Wunder hat es bisher immer geklappt!


Die Besucher:innen kommen

Um 19 Uhr ist Einlass. Oft strömen die Leute schon früh in den Raum. Jetzt ist noch Zeit für ein Schwätzchen. Später, wenn mehr Leute kommen, wird es stressig hinter der Bar. Regula ist für den Ausschank verantwortlich. Ich bin für die Kasse zuständig und kassiere die Eintrittsgelder, egal ob mit TWINT, Kreditkarte oder Bargeld. Wir nehmen gerne alles ;-)


In dieser Phase ist es wichtig, dass alles gut vorbereitet ist. Es kommt vor, dass Künstler:innen noch ihr Hemd bügeln wollen und nach einem Bügeleisen fragen. Oder sie brauchen eine Kopfschmerztablette, Nadel und Faden, ein Schöggeli oder ein Kissen für ein kreatives Nickerchen.


Das Konzert beginnt

Unsere Konzerte beginnen in der Regel um 20 Uhr. Wir versuchen pünktlich zu sein. Regula weigert sich regelmässig, die Ansage zu machen. Meistens muss ich vor das Publikum treten. Nicht zu kurz, nicht zu lang, nichts Wichtiges vergessen und dann Bühne frei für die Band. Jetzt noch schnell hinter die Bar, Bühnenlicht an, Rec-Knopf am Audiogerät drücken und los geht's.


Licht und Ton

Uhh, das Konzert läuft, jetzt vorsichtig das Licht steuern, nicht zu oft, nicht zu abrupt. Lichtführung ist eine Kunst. Trotzdem ist die Lichtstimmung wichtig für das Konzert. Sie unterstützt den Gesamteindruck der musikalischen Darbietung.


Zum Glück sind die Künstlerinnen und Künstler sehr hilfsbereit. Wir spielen oft akustisch. Mir ist sehr bewusst geworden, dass die Person am Mischpult für den Klang und damit für das Erlebnis die Rolle eines zusätzlichen Bandmitglieds einnimmt. Unser Raum hat eine hohe Nachhallzeit, was für akustische Musik gut ist. Für Sprache ist unser Raum jedoch sehr anspruchsvoll.


Der Vorhang fällt

Das Konzert neigt sich dem Ende zu. Inzwischen haben wir hinter der Bar ein wenig Ordnung geschaffen, dann der Schlussapplaus, Zugabe, noch einmal Schlussapplaus. Jetzt noch die Lichter umdrehen und dafür sorgen, dass der Raum einigermassen hell ist, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Wir freuen uns regelmässig, wenn Gespräche zwischen den Anwesenden stattfinden und sich die Künstler:innen unter die Konzertbesucher:innen mischen, bei uns sind die Künstler:innen hautnah erlebbar. Das macht unseren Rahmen so sympathisch und wertvoll.


Ausklang und aufräumen

Jetzt gehen noch ein paar Biere und Rotweine über den Tresen. Meist nach Mitternacht gehen die letzten Gäste. Das ist der Moment, in dem Re und ich tief durchatmen und eine erste Bilanz des Abends ziehen. Ab jetzt ist Fleissarbeit angesagt. Mit einem Druck auf den Lichtschalter ist die magische Konzertstimmung blitzschnell verflogen... Das Putzlicht beherrscht den Raum und es liegen noch ca. 3 Stunden Aufräumarbeiten vor uns. Alles muss weggeräumt, verpackt, gereinigt und wieder an seinen Platz gestellt werden. Es ist uns wichtig, dass am nächsten Schultag im Haus der Farbe nichts mehr von uns zu sehen und zu spüren ist. Todmüde, aber voller Freude und Dankbarkeit geniessen Re und ich zu Hause einen Espresso. 3 Uhr morgens ist es in der Regel, wenn bei uns die Lichter ausgehen und die Augendeckel zufallen. Dann träumen wir von diesem schönen Abend und vielleicht schon vom nächsten, wenn alles wieder von vorne beginnt...


Ein Glück!


Technische Daten

  • Raum für max 100 Personen, gestuhlt

  • Länge 15m, breite 8 m, Höhe 4 m

  • Bar

  • Garderobe, WC (behindertengerecht)

  • PA (Main-Monitoring inkl. Subwoofer, Stage-Monitoring

  • Mix, digital oder analog

  • Bühnenlicht

  • Mik, Kabel, Ständer





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